Des Menschen Wille ist sein HImmelreich

Eine Redewendung, die wir alle kennen. Sie zeigt auf, dass wir Menschen autark und frei unsere Entscheidungen treffen können und dürfen. Diese Freiheit ist ein hohes Gut. Denn je klarer wir darin in unserer Einstellung zum Leben stehen, desto bewusster erkennen wir, dass wir mit allen Konsequenzen die Folgen erleben und akzeptieren müssen.

Eine Gesetzmäßigkeit, die wir aus der Physik und Natur kennen. Die gleiche unumstößliche Tatsache gilt auch für unsere Lebensführung. Dabei stellt sich aus der Sicht des heutigen Zeitgeistes der kollektiven Massen-Beeinflussung die zentrale Frage, ob uns die Freiheit noch bleibt, als Individuum frei und unabhängig unsere ganz persönlichen Lebensfragen zu bestimmen und zu entscheiden. 

Ich kann mir vorstellen, dass die erste kritische Antwort als Leser ist: …völlig klar und logisch…ich lebe mein Leben nach meiner Vorstellung.

 Ein entscheidender Punkt ist jedoch: warum sind wir Menschen trotz der uns gegeben Freiheit durch unseren freien Willen alles so zu gestalten, wie es jeder gern möchte, im Allgemeinen in hohem Maß unzufrieden. Klar ist, da kann wohl jeder viele Dinge und Gründe aufzählen, was im Außen nicht stimmig ist und Sorgen bereitet. Die Frage der Unzufriedenheit ist daher relativ und vielschichtig. Was dem einen nicht passt, ist dem Nächsten völlig egal und er ist damit unbekümmert.

 

Unsere Wohlfühl- und Komfortzone, in der sogenannten westlichen Welt, ist ausserordentlich hoch entwickelt. Wir sind in Watte gepackt. Haben -weltweit gesehen- außerordentliche Absicherungen und legen gerne unsere Verantwortung in andere Hände, wenn wir durch das Leben gefordert werden - nach dem Motto „DER oder DIE oder das große ES wird es schon richten“. Unser Protest und vor allem das Verurteilen ist schnell zur Hand, wenn es nicht so läuft wie wir es gerne hätten. Unsere Erwartungen sind überdimensional hoch geworden. Soll heißen die Messlatte liegt hoch und wehe einer kann sie nicht erfüllen, dann geht unsere Laune und Anstand etwas auszuhalten, geradezu abwärts. Die Negativspirale hält uns dann fest im Griff und die Gründe der Unzufriedenheit bestätigen unsere Haltung, recht zu haben, dass es einfach so nicht geht.

 

Aus meinem Leben in Afrika kenne ich allzu gut eine andere Welt, die nicht vergleichbar ist mit Europa. Die Menschen sind in einer Art im Allgemeinen in einem freundlichen Umgang zueinander und auch gegenüber Ausländern ist dies wahrnehmbar. Dies scheint in den Wohlstandsländern verloren gegangen zu sein. Afrika zeigt mehr Zufriedenheit und Lebensfreude in dem, was die Menschen ausstrahlen. Woher kommt’s? Sollte unser irdische Reichtum und Besitz nicht eher uns zu einem dankbaren und positiven Mindset führen?   

Warum ist dies so ist, erscheint doch eine berechtigte Frage an uns selbst!

Eine spontane grundsätzliche Antwort erlaube ich mir hier zu geben:

Wir sind unter dem gewohnten allzeitlichen Wohlstand, Besitz und Materialismus ein Stück weit lebensblind geworden, durch Erwartungen und dem allzeit präsenten Bewerten dessen, was uns begegnet.

 

Echte Dankbarkeit ist wohl einer unserer größten Verluste. Denn es bleibt uns kaum Zeit des Innehaltens, geschweige denn des Nachdenkens. Unzufriedenheit entsteht und ist letztlich Ausdruck dessen, was NICHT unseren Erwartungen entspricht. Ein festgestelltes Defizit zwischen dem was ist und dem wie wir es gerne erwarten, löst Unzufriedenheit aus. Damit unsere moderne Welt unseren Erwartungen doch eine Befriedung liefern kann, benötigen wir ständig etwas Neues, was uns vermeintlich wieder zufrieden machen sollte.

Für diesen Mechanismus sorgt in erster Linie eine riesige Verkaufs- und Unterhaltungsmaschine mit unaufhörlichem Umgarnen unseres Konsumtriebs, damit wir wie von Sinnen stets dem Hunger nach Noch-Mehr-Haben erhalten bleiben.

Das strategische Prinzip gibt vor: Es darf bei uns Menschen keine Ruhe aufkommen. Mit allen Mitteln sorgt die Industrie mit enormem Aufwand dafür, uns davon abzuhalten. Wir sollen keine Zeit haben, Innezuhalten und nachzudenken, bei uns zu SEIN. Denn sonst würden wir etwas bemerken und könnten plötzlich feststellen, welchen Irrsinn wir mitmachen und wie wir der Welt des Konsums ständig unsere Zeit und Geld opfern. Wenn dem nicht so wäre, wären die Folgen fatal und vernichtend. Denn der dauerhafte Kaufumsatz und Profit der riesigen, weltweit funktionierenden und gewachsenen Verkaufsmaschinen sind nur garantiert, wenn diese am Laufen gehalten werden und für den stets immens wachsenden Hyperwohlstand sorgen.

Alles im Überfluss zur Verfügung stellen. Wenn wir -theoretisch- all diesen Systemen die Nahrung und unsere Energie entziehen würden und nicht mehr zur Verfügung stehen, könnten sie nicht mehr bestehen und würden zerbrechen.

 

Zusammengefasst dienen die Systeme dazu:

Den materiellen und unersättliche Kauf-Konsum mit allen Mitteln am Laufen zu halten, um Hunger und Verlangen von uns so zu manipulieren, dass wir fast zwanghaft unsere Zeit und Aufmerksamkeit in hohem Maß dafür opfern. Wo bleibt da in unserem Leben noch genügend Zeit und Energie für uns Selbst, die Familie und Kinder? Oder für manches mehr, was wichtig für unser Wohl wäre und vielleicht auch für den Nächsten.

 

Das zweite große Übel unserer Zeit ist das allzeit dauerpräsente Internet und die Macht der Social Medias. Wie immer ist doch die Frage an unsere Entscheidungshoheit, ob wir als freie Menschen unsere technischen Entwicklungen zu unserem Wohl nutzen oder uns in Abhängigkeiten begeben, die einer Fremdbestimmung gleichkommt.

 

Deshalb sollten wir uns mit dem zwischenzeitlich übergroßen Monster näher beschäftigen, welches mit wahrhaft ausufernder Sprengkraft und Sogwirkung offensichtlich, wie eine Droge unser Leben vereinnahmt und eine mediale Bestimmung unserer LEBENSZEIT übernommen hat.

 

Denn diese medialen Kräfte beherrschen unser Mensch SEIN in einem zwischenzeitlich irrsinnigen Ausmaß. Unsere selbst zugelassene Abhängigkeit führte zwischenzeitlich dazu, dass man an unserem ständigen Verhalten der online Verbundenheit beobachten kann, als bräuchte jeder von uns dies wie die Luft zum Atmen.

 

Unsere Lebensführung ist durch das gemeinsame BEEING ONLINE, einem notorischen zwanghaften ab-konsumieren. Online sein verlangt unglaublich viel unserer Aufmerksamkeit und ist in einem hohen Maß von Allem teilhaftig geworden, in allen Lebensbereichen.

Nach dem Motto: nichts geht mehr ohne. Ich muss online präsent sein. Was gibt es Neues? Die Welt der Apps regiert unser Wissen und Entscheidungen.

 

Der Flut von Nachrichten und teilweise schwachsinnigen Zeitfressern mit vermeintlich wichtigen Informationen, welche unser ureigenes Leben ungefragt bestimmen wollen, geben wir uns in einer Wiese hin, die eigentlich uns aufhorchen lassen müssen.

 

Sind wir denn tatsächlich so weit gekommen in unserer Suche nach Glück, Zeit und Sinn-Suche des Lebens, uns unbewusst in einen Abwärtsstrudel ziehen zu lassen und dies alles so einfach mitzumachen? Die Folgen davon sind bekannt, u.a. dass wir keine Zeit mehr haben und das Gefühl mehr unzufrieden zu sein als glücklich.

 

Es fehlt eine bewusste Entscheidung mit der Frage, ob wir das alles wirklich brauchen und wollen mit einem energischen Stopp zu uns selbst und die Grenzen neu klar abzustecken, was wir mit uns machen lassen.

Wann stehen wir auf und sagen in voller Verantwortung unseres Lebens NEIN! Wann sind wir endlich mutig und wieder entschlossen aufzuwachen, hellwach NEIN zu sagen zu dem, was uns überangeboten wird.

 

Ganz zu schweigen von den Verbrechen an unseren Kindern, die vieles noch nicht überschauen können mit ihren empfindsamen jungen Seelen. Denn eines ist klar, dass das oben beschriebene Monster vor uns und unseren Kindern nicht Halt macht und dabei unkontrolliert unsere Familien schwächt und auf Dauer unglücklich macht sowie zu einem Familienklima führt, was kaum mehr lenkbar wird für die Eltern.

Entfremdung auf Dauer der zwischenmenschlichen Sprachverstummung, weil jeder nur noch mit dem Handy kommuniziert, führt unweigerlich zu einer schleichenden Entfremdung, sich irgendwann mal nichts mehr zu sagen haben. Zuhören und Zeit, füreinander da zu sein verlangt Aufmerksamkeit, welche aus der Zeitnot kaum noch bleibt. Beziehungen zwischen Partnern, Eltern und Kinder drohen auf Dauer daran zu brechen.

 

Wachen wir auf!

Für die heutige Lebenssituation unserer Jugendlichen, Kinder und Enkelkinder möchte ich insbesondere an die Verantwortung von uns als Eltern und Großeltern appellieren. Kaum im Leben angekommen, werden die Kinder durch das Monster mit all den fremden und oft lebensfeindlichen Angeboten und Verführungen als noch junge Seelen auf Dauer ausgehöhlt und entwurzelt. Der unkontrollierte Zugang zur künstlichen Welt führt in dem stattfindenden Überkonsum zu einer Entfremdung zur Realität, mit der Folge einer Unzufriedenheit und einem inneren Konflikt, damit nicht zurecht zu kommen. Das Verhältnis zu sich selbst, dem eigenen Ich und der unmittelbaren sozialen Umgebung erkaltet und die Gefühle der Zusammengehörigkeit verarmen.

 

Ich kenne Eltern, welche nicht mehr aus und ein wissen, wie sie dem Kampf in der Familie, den Konsum der Kinder zu regeln und zu steuern, nicht mehr Herr werden. Fremde Mächte haben das Zepter längst übernommen. Eine Unmenschlichkeit gegenüber unseren Kindern und zukünftigen Generationen. All dies wohlwissend und mit breiter Unterstützung und dem gesetzlichen Rückhalt unserer Regierungen, dies nicht zu stoppen.

 

Ein entschlossenes Handeln ist längst fällig und dem dringenden notwendigen Einschreiten aller verantwortlichen Institutionen, sich diesen autonomen, alleinherrschenden industriellen Plattformen gegenüber zur Wehr zu setzen, welche es geschafft haben, rücksichtslos und mit einer unersättlichen Machtgier alles daran zu setzen, den Zugang zu uns durch deren Systeme so zu steuern und strategisch gegen den Menschen zu missbrauchen, damit Macht, Megaumsätze und Profit maximal generiert werden und ganze einheitliche Funktionen technisch so zu entwickeln, dass immer mehr Abhängigkeiten geschaffen werden gegenüber uns als Konsument und User. Mehr sind wir in deren Augen wahrhaft nicht mehr. Eine funktionierende Nummer, aber kein Mensch.

Obwohl bereits die dramatischen negativen Folgen unserer Gesellschaften weltweit bekannt sind und zunehmen, stellt sich für uns die brisante Frage wie kann man damit umgehen bzw. Wie dem allem noch zu entkommen.

 

Es herrscht aus meiner Sicht bei manchen Menschen immer noch der naive Glaube, es sei alles halb so schlimm, was einer Verleumdung dessen, was geschieht gleich kommt.

Ein anderer Teil ist sich doch zunehmend bewusst, sich mit dieser verbogenen Welt gegenüber dem wahren Leben nicht mehr abzufinden. Sie bekümmert das Ganze, dass etwas in die falsche Richtung läuft und ihnen Angst macht. Es ist so eine Vorahnung, dass die bereits sichtbaren Folgen aus der ganz alltäglich gewordenen Lebensform mit den psychischen, physischen und emotionalen Veränderungen sich je länger, je mehr nicht zur Wehr setzen können.

 

Wir sollten uns die Frage stellen, ob das geführte Leben, was zu jedem individuell passt und seine Art zu leben eigentlich noch möglich ist? Will ich das so, was hier geschieht?

Eine Beantwortung dieser Frage könnte etwa lauten: es ist wie es ist…, wäre aber zu kurz gedacht und klingt nach Verdrängung von Tatsachen. Sich damit zu beschäftigen ist nicht nur vom Kopf her zu tun, sondern eher aus ehrlichem Herzen und dem INNE halten und sich der persönlichen eigenen inneren Stimme anzuvertrauen. 

 

Wenn wir nicht mehr sehen wollen, was Gegenwart und Realität ist, beginnen wir zu verharmlosen. Verharmlosung bedeutet, die Wahrheit zu leugnen und damit einem Übel oder etwas Schlechtem noch indirekt Unterstützung zu geben. Damit machen wir uns mitschuldig. Unsere Kinder und Familien brauchen die kritische Auseinandersetzung. Es ist unser aller Aufgabe, den Kinden dies einerseits vorzuleben und im Weiteren das Bewusstsein zu vermitteln, darüber eine klare Haltung einzunehmen und nicht sprachlos oder einfach hinnehmend den Zeitgeist walten zu lassen.

 

Es ist unsere Verantwortung für uns, unseren Kindern wahrlich zu helfen, das Übel zu erkennen, beim Namen zu nennen und somit die Augen zu öffnen, die Gefahren zu erkennen. Dies aus einer bequemen Haltung zu unterlassen, weil es als zu anstrengend ist oder mit der Entschuldigung zu argumentieren, sowieso nichts daran ändern zu können, wird sich als Unterlassung alsbald fatal auswirken.

 

Sich gegen etwas Ungutes zu wehren, ist und bleibt eine Anstrengung. Werte und Prinzipien, die unser Leben bereichern und der Einsatz, diese auch zu schützen, muss uns allemal ein Kampf wert sein. Damit wir vor uns selbst und den uns anvertrauten Kindern und dem Nächsten bestehen können. Es muss uns ein hohes Anliegen sein, ein sichtbares Zeichen für die Würde unseres Lebens zu setzen und in Klarheit dafür einzustehen, sich für den Erhalt eines sinnvollen Lebens stark zu machen.    

 

Was ist passiert:

Unsere Sinne gegenüber dem Leben sind zwischenzeitlich so geeicht und absorbiert, dass wir in hohem Maß darauf programmiert sind, in dem Glauben diesen Wahnsinn mitmachen zu müssen, als gäbe es nichts anderes mehr in dem uns beschenkten Leben. Die Folge davon ist, das tägliche Rennen und Hetzen mit allen mühsamen und belastenden körperlichen, psychischen und krank machenden Erscheinungen. Sind wir mal ehrlich: Dadurch entstand das nicht mehr los zu werdende Gefühl der Unzufriedenheit. Genau an dem Punkt ist unser Bewusstsein in die Irre gezüchtet worden, dass man Glück und ein wohliges Gefühl einer vermeintlichen Zufriedenheit aus dem Materialismus und der Informationswelt durch den Zugang zum Internet-Land der unbegrenzten Möglichkeiten tatsächlich bekommt. Weit gefehlt.

 

Des Menschen Willen ist sein Himmelreich. Wer bestimmt das sinnbildliche Himmelreich oder die Hölle? Oder irgendwo dazwischen! Wer regiert und bestimmt unser Leben? Sind wir es noch selbst oder haben längst andere die Hoheit übernommen und haben sich Zugang verschafft, sich in unser ganz ursprüngliches EIGENES Leben einzumischen und Entscheidungen durch Manipulation darüber übernommen.

 

Was haben wir getan, dass dies so ist und bereits zur Normalität zu unserer Lebensweise geworden ist? Wann haben wir in der Vergangenheit aufgehört kritisch genug zu sein, sich dem allem hinzugeben und als normal zu betrachten, in der stillschweigenden Annahme: Was Alle tun, ist eben richtig. Das ist brandgefährlich, das lehrt uns die Geschichte. Niemand dort draußen hat Verantwortung über unser Leben. Nur wir selbst allein.

 

Wer also gibt diesen Machenschaften von außen das Recht, in unserem Leben vorzuschreiben, was wir zu tun und zu lassen haben oder zu konsumieren und mitzumachen?

Nur wir selbst entscheiden darüber. NUR WIR, JEDER EINZELNE. Niemanden sonst auf dem ganzen Planeten. Wir selbst sind die Übeltäter vor uns selbst und unseren Kindern und dem uns allen beschenkten Leben.

Weil wir unsere Hoheit abgegeben haben an andere, die den Wahnsinn der weltweiten Einflussname an den Massen deklarieren mit dem Prinzip: das was hier geschieht, ist technologische Entwicklung und gibt jedem mehr individuelle Möglichkeiten und Nutzen. Fortschritt ist das Zauberwort zu einem besseren und einfacheren Leben für Euch alle. Es ist das normal gewordene, das alle haben müssen, dem sich scheinbar niemand entziehen kann. Stets getrieben und allzeit weiter so bis zur absoluten Abhängigkeit jedes Einzelnen.

 

Der stete Wandel im Namen des grenzenlosen Wachstums, um uns das Leben schöner zu machen ist ein gewaltiger Trugschluss. Haben wir schon resigniert und den Dingen ihren Lauf überlassen, ohne sich im Angesicht unserer Verantwortung dazu zu bekennen, aufzustehen und bewusst abzulehnen was hier passiert ist? Die Frage ist hier zu stellen; wer sind denn eigentlich die da draußen, außerhalb unserer 4 Wände?

 

Der Zeitgeist ist auf keinen Fall eine unbekannte Zufallserscheinung, sondern bewusst herbeigeführt, beabsichtigt und gewollt von Menschen. Alles, was geschieht sind mächtige Strömungen und der Masse gewidmet. Die Masse der Menschen. Diese sind heute hörig gemacht und systemtreue Wesen. Sie alle, also WIR, werden systematisch gleich ausgerichtet. Solange wir ALLE als Masse auf diese systematisch organisierte Indoktrination hören, ihr gläubig nachfolgen und einhellig zustimmen, weil man gegenüber den Obrigkeiten gehorsamst auf diesem Irrweg mitläuft, wird sich nichts ändern.

 

Unser Wille, ob wir in einem Himmelreich leben wollen, das uns gehört und von uns bestimmt wird, ist immer noch allein unsere Entscheidung.

Solange wir jedoch selbstzufrieden wegschauen, machen wir uns mitverantwortlich und löffeln unsere Suppe des unglücklichen Lebens mit den früher und später auftretenden unschönen Folgen selbst aus.

Mit der Überzeugung, wir könnten sowieso nichts dagegen ausrichten, werden wir die Konsequenzen selbst zu tragen haben. Denn Wegschauen entbindet uns nicht vor Verantwortung. Jeder ist der Einzige in seinem Leben, des Glückes Schmied zu sein. 

 

Nun stellt sich die Frage: Wie bekommen wir unser verlorenes Zepter zurück?

An der Stelle sollte uns klar sein, dass wir an der Tatsache, wie die Welt ist und den geschilderten Zuständen um uns herum, nicht ohne Weiteres ändern können. Aber wir sollten uns auch nicht als Opfer dessen betrachten, sondern höchstens als Betroffene.

Werden wir uns erstmal dessen bewusst sind, dass hier ein ernstliches Problem existiert, ist ein unweigerliches Erwachen die Folge, wie ein Licht der Klarheit. Eine Erkenntnis als Effekt der uns wie ein Blitz treffen muss und etwas auslöst in uns.

Diese neue Sichtweise fordert uns geradezu heraus, sich im ersten Schritt von der Ohnmacht zu befreien, die da sagt: Sowieso nichts ausrichten zu können.

Ohnmacht bedeutet kein Bewusstsein mehr zu besitzen. Ein ohnmächtiger Mensch ist hilflos. Der Ohnmächtige trifft keine Entscheidung mehr. In diesem Sinne ausgeliefert zu sein, bewirkt eine gefühlte Ohnmacht bei uns Menschen, die traurig, gar depressiv, oder uns wütend macht.

 

Solange wir also diese Einflussname der Welt weiterhin leugnen, dass all die o.g. Entwicklungen mit uns nichts zu tun haben, leben wir nicht unser Leben, sondern sind ein Produkt dessen, was uns fremdsteuert. Wir sind nicht wir selbst. Die Gefahr ist, unsere Identität in der wahren Lebensführung zu verlieren.

Unbewusste Gefangenschaften machen auf Dauer krank. Unser eigentliches Leben in seiner ursprünglich tiefen verwurzelten göttlichen Bedeutung unterliegt den allzeit universellen Gesetzen.

Unser Leben darf somit nicht von anderen gelebt werden, sondern nur von uns selbst. Die geistige Versklavung ist nicht mit dem Kosmos und seinen Gesetzmäßigkeiten übereinstimmend. Alles, was von außerhalb diesem Gesetz entgegenwirkt und von uns selbst zugelassen ist, verursacht Trennung, Schmerz, Krankheiten und Disharmonien.

 

Erst wenn wir die Problematik bewusst erkennen und wahrnehmen, erwacht in uns der Wunsch, etwas zu ändern. Dieses „sich bewusstwerden“ kommt einer Erleuchtung gleich. NEUES Bewusstsein ist Erleuchtung. Denn diese innere Haltung stellt die entscheidende Weiche einer Initialzündung, die uns zeigt, wohin unser Lebenszug zukünftig gesteuert werden soll. Es wird dadurch eine Art Sehnsucht und inwendiges Drängen ausgelöst, dies alles so nicht mehr mitmachen zu wollen, mit dem unbändigen Herzenswunsch, unbedingt eine Änderung zu erreichen für uns und unseren Familien. Keine Kopfsache, sondern ein innerer Prozess.   

Was wird passieren?

Grundsätzlich ist ein solcher innerlicher Prozess mit der Voraussetzung verbunden, dass wir als Mensch in völlig unumstößlicher Klarheit eine echte persönliche Entscheidung treffen wollen. Das ist der erste Schritt für eine Veränderung. Der Verstand wird uns vorgaukeln eine Logik zu suchen, wie das gehen soll und eine plausible Erklärung erwarten. Trösten wir uns, dies kann nicht funktionieren, denn der Verstand wird es wahrlich nicht verstehen und dafür keine Lösung parat haben können, wie dies sichtbar in dieser Welt gehen soll. Denn die oben beschriebenen Verhältnisse unserer Zeit können wir gar nie bekämpfen oder umstoßen.

 

Unsichtbar wird durch unsere ganz persönliche Entscheidung erst einmal etwas angestoßen und in Gang gesetzt, was wir nicht sehen können. Es ist das GEHEIMNIS des Vertrauens, das wir aufbringen, uns darauf einzulassen, dass unser Leben und das dahinterstehende universale göttliche Gesetz eine Lösung bereitstellen wird. Wie diese Lösung aussieht, müssen wir in dem Augenblick unserer Entscheidung nicht wissen. 

Es ist unwichtig und spielt keine Rolle für uns, wie dieses Problem gemäß der Funktion unseres Verstandes unter Kontrolle gebracht werden kann. Das Einzige, was zählt ist das Vertrauen in die universale Macht des Lebensprinzips, dass es über unserem übergewichtigem Verstand noch andere Mittel und Wege gibt, unsere Anliegen und Sorgen in eine Wende zu bringen, damit wir das  Zepter wieder zurückbekommen.

An dieses GUTE des gewünschten Himmelreichs, trotz all der oben beschrieben Widrigkeiten der Welten um uns, zu glauben und vertrauen, schafft NEUES im Leben, das wir uns wahrlich nicht ohne weiteres vorstellen können. Es ist ein universelles Lebens-Gesetz. Es entspricht der unbestechlichen Gesetzmäßigkeit wie Aussaat / Ernte. Mit welcher persönlichen Kraft und Überzeugung wir dieses auf den Weg mit unseren Familien bringen und in der offenen Kommunikation zu thematisieren, darüber zu sprechen bereit sind, desto mehr Schubkraft für NEUES aus höheren Sphären werden wir erhalten.

Das oben angesprochenen Gefühl der Ohnmacht wird zunehmend weichen, je mehr wir daran bewusst glauben und vertrauen, dass wir dem, was diese Welt im Außen treibt, nicht ausgeliefert sein müssen. Diese neuen Kräfte schaffen Veränderungen, die wir, wenn sie eintreten, nicht nachvollziehen können, aber erleben können und dürfen. Das altbekannte Wort, „Glaube versetzt Berge“ ist nicht nur ein Sinnspruch, sondern Wahrheit.

 

Leider ist uns in der modernen Welt, wo Technologie und Fortschritt des großen Wissens und Könnens, vieles von dem uns abhandengekommen und abtrainiert worden, was da einst mal in alter Zeit wahrhaft und lebensnah geklungen hatte. Wieso fällt es uns so schwer, uns zu erinnern, dass es da mal noch was anderes gab im Leben, von dem wir gehört hatten, aber wohl vergessen, verleumdet, übersehen, ja verloren haben.

Diesen alten GOTT, der weit abgedriftet hinter den grenzenlos gewordenen Übermenschen zwar noch existiert, aber doch im Herzen abgeschoben, links liegen gelassen, aus dem hohen EGO abgetan mit der Einstellung „braucht man nicht in unserer modernen Welt“, ganz nach dem Gesetz des Hochmuts und Überheblichkeit: Wir brauchen keinen Gott .

Das EGO hat uns irre geleitet mit dem Ziel, uns langsam aber sicher glauben zu lassen, es sei uns Menschen alles möglich - auch ohne GOTT.  Die Menschheit hat sich damit über Gott gestellt.

Den Beweis darüber zeigen die Resultate bei der Betrachtung der Weltlage und sollten uns aufzeigen, wie weit wir es gebracht haben.

 

Wo wird in den Familien heute noch ein Gebet gesprochen?

Wo ist in unserer Gesellschaft noch Platz für die Lehren der Wahrhaftigkeiten, gelehrt von Gott, oder verkündigt durch von ihm gesandte Lehrer?

Wo werden die wahren Lebensgesetze noch in den Familien gepflegt und als Bestandteil des täglichen Miteinander ausgetauscht?

Wann hören wir auf nur noch den überzüchteten Verstand walten zu lassen und diesen als den Glücksritter für unser Existenzen auf diesem Planeten anzubeten? Wann hören wir auf zu glauben, dass wir mit all den herrschenden Wissenschaften alles selbst geregelt bekommen und ALLEIN im Stande sind, die Erde als gegebenen wunderbaren Lebensraum autark zu verwalten, anstatt uns wieder auf unseren Ursprung zu besinnen, woher wir kommen und wer die Quelle war und ist, von dem wir eigentlich alle SEIN dürfen und unser Leben verdanken.

Ob wir wollen oder nicht, wir hängen letztlich alle an seinem Faden. Sind wir nicht dem Trugschluss erlegen, dass dem nicht so sei?

Die Folge ist, dass wir alle in die IRRE geleitet worden sind durch das Götzenbild des Verstandes und des Hochmuts im Herzen.

 

Schlusswort:

In Anbetracht der gesamten Lage der Menschheit kann es nur die Lösung geben, eine Wende weg vom Verhängnisvollen hin zu einer reumütige Umkehr.

Indem wir Innehalten und den Weg einer inwendigen Rückkehr zu unseren Wurzeln anstreben und diesen Weg gehen. Darin liegt die einzige Rettung dessen, was wir angerichtet haben. Damit können wir und unsere Kinder sowie vielleicht unsere Nachkommen wieder auf wundersam neue Lebenswege geführt werden. Denn Gott sieht und weiß um unsere Gedanken und Tun.

Er lässt uns gewähren durch das größte Geschenk, das wir bekommen haben: Unseren freien Willen.

 

Wir Menschen sind intelligente Wesen mit Fähigkeiten und Talenten. Damit können wir vieles erschaffen, leisten und kreativ gestalten - zum Segen oder Fluch. Dieses Gesetz liegt allein in unseren Händen.

Die nun entscheidende Frage ist, ob wir DEN, der uns dieses Lebensgeschenk machte, dabei mit einbeziehen oder außen vorlassen. Die Menschheit wird früher oder später an ihre Grenzen kommen und erkennen, dass es eben doch nicht ohne IHN, den hohen Geist der Schöpfung gehen wird.

 

Des Menschen Wille ist tatsächlich sein Himmelreich - oder eben nicht.

Es liegt allein in unserer Hand.

 

Verfasser

Wolfgang Foerg

Namibia April 2026

 

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